Der Angst entgegenwirken – Wenn Exzellenzdruck zum Veränderungsproblem wird
Impulsvortrag beim Summit der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP), Berlin 2. Mai 2026

Wo Menschen unter einem Höchstmaß öffentlicher Beobachtung Leistung erbringen müssen, wo Persönlichkeit und kreative Identität zur Marke werden, oder Unternehmen und Institutionen ihre Identität aus der Exzellenz vergangener Tage oder dem Genie ihrer Gründerpersönlichkeiten ziehen, dort ist es häufig besonders schwer bisherige Praxis in Frage zu stellen.
Für mich wird Positive Psychologie genau hier spannend. Nicht weil sie „nett“ ist, sondern weil sie uns hilft, präzise zu werden. Weil sie eine Sprache anbietet, die nicht beschämt, sondern Perspektiven öffnet. Und weil sie Lernräume schafft, in denen Angsttemperatur gesenkt, Ressourcen aktiviert, sowie Sinn, Selbstwirksamkeit und Zugehörigkeit gestärkt werden.
Im Mai hatte ich Gelegenheit beim diesjährigen DGPP Summit in einem Vortragsimpuls meine Praxiserfahrungen im C-Level Coaching, in Teamentwicklung und in Kulturveränderungsprozessen zu teilen, wie mit Hilfe Positiver Psychologie insbesondere in diesem Feld hilfreich gearbeitet werden kann. Gerade dort, wo Leistungsdruck Spannung erzeugt, psychologische Sicherheit fehlt oder Unsicherheitsvermeidung Teil der Kultur ist, können stärkenbezogenes Feedback und Lernroutinen der Resonanzarbeit ihre Kraft entfalten.
Das positive Feedback auf meinen Impulsvortrag hat mir gezeigt, wie groß der Bedarf ist, noch viel öfter in den reflektierenden Austausch zu kommen. Wir brauchen Kommunikation, die niemanden beschämt, sondern Wege aufzeigt, wie auch hier Entwicklung und Veränderung möglich wird – gerade in Krisenzeiten, in denen unsere Gewissheiten und Identitäten noch mehr ins Schwanken geraten.
Mein Dank an das DGPP-Team für die Einladung zum diesjährigen Summit – und an alle für den offenen Austausch und Resonanz. Es war wieder einmal eine gelungene Tagung voller ausgelassener Stimmung, kluger Impulse und spannender Gespräche!